Vorsorgevollmacht

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Vorsorgevollmacht

Betreuungsverfügung

Patientenverfügung

Wir haben langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Vorsorgeverfügungen.

Die Vorsorgevollmacht ist das gesetzlich vorgesehene Mittel, eine durch das Gericht angeordnete Betreuung so weit wie möglich zu vermeiden.

Eine derartige notariell beurkundete Vorsorgevollmacht mit Patientenverfügung und Betreuungsverfügung hat mehrere entscheidende Vorteile:

1. Sie können gezielt eine Person Ihres uneingeschränkten Vertrauens bevollmächtigen.

2. Die Vorsorgevollmacht kann individuellen Wünschen angepasst werden.

3. Sie ist gegenüber der durch Gericht angeordneten Betreuung schnell und flexibel.

4. Sie ist im Ergebnis kostengünstiger als eine Betreuung.

5. Sie können sicher sein, dass Ihre Wünsche auch umgesetzt werden.

6. Durch die notarielle Beurkundung ist sichergestellt, dass die Vorsorgevollmacht inhaltlich richtig und nicht anfechtbar ist.

7. Die notariell beurkundete Vollmacht wird in einem zentralen Register gespeichert, wodurch sichergestellt ist, dass in jedem Fall bei Eintritt der Vorsorge die Vollmacht auch zum Tragen kommt.

Das Thema Vorsorgeverfügungen ist heute aktueller denn je. Die Zahl alter Menschen, die pflegebedürftig in Pflegeheimen wohnen oder zu Hause versorgt werden, nimmt ständig zu. Auch junge Menschen können jedoch durch Unfall oder schwere Krankheit zeitweise bewusstlos werden, ständig in ein Koma fallen oder dauerhaft pflegebedürftig werden. Jederzeit kann die Lage entstehen, dass man längere Zeit oder für immer seine Angelegenheiten nicht mehr selbst erledigen und Entscheidungen nicht oder nur noch eingeschränkt treffen kann. Vorsorgeverfügungen ermöglichen es, eine vorsorgende Regelung für den Fall eigener Entscheidungsunfähigkeiten zu treffen. Hierunter fallen Verfügungen über Vermögensverhältnisse, die Unterbringung in einem Heim, Auflösung der Wohnung und Wahl der Behandlungsmethode bei Krankheiten bis zu gefährlichen Operationen und freiheitsentziehenden Maßnahmen.

Vorsorgeverfügungen ermöglichen es den Betroffenen, für den Fall des Zustandes der Hilflosigkeit die eigenen Vorstellungen für die späteren Entscheidungen verbindlich zu regeln. Vorsorgeverfügungen schaffen so eine größere rechtliche Sicherheit für denjenigen, der anstelle des Betroffenen entscheidet. Noch heute ist es so, dass viele nahe Angehörige zum Beispiel Einwilligungen in schwere Operationen oder andere Erklärungen, wie Wohnungskündigungen, unterzeichnen, da sie sich fälschlicherweise für Vertretungsberechtigte halten, obwohl eine Vollmacht nicht erteilt wurde und sie auch nicht zum Betreuer durch ein Gericht bestellt worden sind. Diese Praxis bleibt zwar häufig folgenlos, kann jedoch zu erheblichen Schwierigkeiten führen, wenn anschließend ein bestellter Betreuer die Vereinbarungen nicht genehmigt oder aber die Erklärungen von Beginn an unwirksam sind.

Besondere Bedeutung haben Vorsorgeverfügungen auch dann, wenn eine nichteheliche Lebensgemeinschaft besteht. Vorsorgeverfügungen sind auch nicht nur für die unmittelbare Phase vor dem Tod sondern auch bei nur vorübergehender Entscheidungsunfähigkeit, z.B. aufgrund eines Unfalls, besonders bedeutsam. Sie können dabei helfen, die gerade in den letztgenannten Fällen erforderlichen schnellen Entscheidungen im Sinne des Betroffenen zu treffen.

Vorsorgende Regelungen können sich auch auf Anordnungen für die Zeit nach dem Tod erstrecken. Sie können insoweit ein Testament sinnvoll ergänzen.

Vorsorgeverfügungen stellen somit im Ergebnis ein sinnvolles Mittel dar, das eigene Leben in ihrem Sinne für den Fall der Hilflosigkeit zu regeln. Sie helfen darüber hinaus auch den Bevollmächtigten, bei denen es sich in aller Regel um nahe Angehörige handelt, schwierige Entscheidungen im Sinne der betroffenen Person zu treffen.

Wir beraten Sie gerne über die einzelnen Möglichkeiten bei der Erstellung einer Vorsorgeverfügung.

 


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